Die CHUs – wie funktioniert so ein Turnier ?
admin 30. June 2008
Trotz des zunehmenden Leistungsdrucks an den Hochschulen sind die Studentenreiter aus reiner Freude an der Sache bereit, ihrer Reitgruppe und der Studentenreiterei ungezählte Stunden zu opfern.
Die so genannten CHUs (Concours Hippique Universitaire) finden zumeist außerhalb der grünen Saison (also von Herbst bis Frühjahr) an vielen Hochschulstandorten in Deutschland statt. Pro Turnier nehmen normalerweise 12 Mannschaften mit je 3 Reitern teil.
Die Pferde stellt die jeweils veranstaltende Hochschulgruppe, diese werden dann unter den Teilnehmern “verlost”. Jedes Pferd wird dabei von 3 Reitern geritten, wobei jeder 5 Minuten Zeit bekommt sich mit diesem zu einigen! Derjenige, der die beste Wertnote erhält, nimmt an der nächsten Runde teil, bekommt ein anderes Pferd und eine schwerere Aufgabe zu reiten.
Dabei wird die jeweils erste Runde in Dressur und Springen auf A-Niveau ausgetragen, die beiden Finalrunden in jeder Disziplin rangieren in Klasse M. Alle Teilnehmer, die nicht die nächst höhere Runde erreichen, werden nach Wertnote rangiert und scheiden aus dem weiteren Wettkampf aus (jedenfalls aus dem sportlichen Teil).
Am Ende bleiben 2 Reiter übrig, von denen dann jeder 2 Ritte in der Finalrunde absolvieren muss. Die Wertung erfolgt einmal nach Dressur und Springen getrennt, einmal zusammen und in einer Gruppenwertung.
Alle Wertungen werden im Verlauf der Saison zusammengezählt, so daß sich bundesweite Ranglisten ergeben. Aus diesen Ranglisten wird dann das Starter-Feld für die Deutschen Hochschul-Meisterschaften zusammengestellt.
Besonders aufgrund ihres engagierten Einsatzes auch außerhalb des Hochschulsports sind die reitenden Studenten in den Führungsebenen nahezu jeder reitsportlichen Organisation und Veranstaltung vertreten; fast alle großen Pferdesportveranstaltungen rekrutieren Teile ihres Mitarbeiterteams aus den Kreisen der aktiven und ehemaligen Studentenreiter, so z.B. die Equitana und die Bundeschampionate.
- Keine Kommentare